25. September 2026 bis 28. Februar 2027
Galerieraum im Brahms-Museum
Sonderausstellung:
Luise Reichardt.
Von Liedern und Lebenswelten
Galerieraum im Brahms-Museum
Luise Reichardt.
Von Liedern und Lebenswelten
Luise Reichardt (1779-1826) war Musikpädagogin, Komponistin und eine prägende Persönlichkeit des Hamburger Chor- und Bildungswesens. Ihre Biografie steht exemplarisch für Frauen des 18. und 19. Jahrhunderts, die sich zunehmend auch öffentlich im Musikleben ihrer Zeit behaupteten. Zu ihrem 200. Todestag widmet das KomponistenQuartier mit Luise Reichardt erstmals einer Komponistin eine eigenständige Ausstellung.
1779 in Berlin geboren, wuchs Luise Reichardt in einem musikalisch und intellektuell geprägten Elternhaus auf. Aus der existenziellen Not der Familie heraus machte sie die Musik zu ihrem Beruf und verband damit familiäre Verantwortung mit dem Aufbau einer eigenen beruflichen Existenz. 1809 führte sie dieser Weg entgegen väterlichen Vorbehalten und gesellschaftlichen Erwartungen nach Hamburg. wo sie als Privatlehrerin für Gesang zu unterrichten begann. Mit Ausnahme einiger gesundheitsbedingter Unterbrechungen blieb sie bis zu ihrem Tod 1826 als Pädagogin und Komponistin tätig, leitete Chöre und setzte sich für die musikalische Bildung junger Menschen ein.
Die Ausstellung in der Galerie im Brahms-Museum erzählt von Luise Reichardts Leben und Wirken, von den Menschen, die ihr nahestanden, und von den Erfahrungen, die ihre Persönlichkeit, ihren Weg und ihre Musik prägten. Sie lädt dazu ein, einer vielseitig gebildeten Frau zu begegnen, deren musikalisches und pädagogisches Wirken weit über ihre Zeit hinausweist; zugleich weitet sie den Blick auf eine bislang wenig beachtete Persönlichkeit der Hamburger Musikgeschichte und gibt Gelegenheit, ein wenig in ihre Musik einzutauchen.
Gefördert durch die ZEIT STIFTUNG BUCERIUS.

Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag 10:00 - 17:00 Uhr
Eintritt
11 € / erm. 8 €
Kinder bis 6 Jahre frei, 7 bis 12 Jahre 2 €
Feiertage
Karfreitag, Heiligabend, Weihnachten, Silvester und Neujahr:
GESCHLOSSEN
Ostersonntag/ Ostermontag, 1. Mai, Himmelfahrt, Pfingstsonntag/ Pfingstmontag, 3. Oktober, 31. Oktober:
GEÖFFNET 10:00-17:00
Barrierefreiheit
Die Ausstellungsräume des KQ sind weitgehend barrierefrei zugänglich. Das historische Gebäude der Brahms-Ausstellung (Peterstraße 39) erfordert Trittsicherheit (Bodenschwellen, eine steile historische Treppe, kein Aufzug).
Führungen
Die Museen können ohne Führung erkundet werden. Gerne bieten wir Ihnen Gruppenführungen zu unterschiedlichen Themen an. Mögliche Sprachen: Deutsch, Englisch, Ukrainisch, Spanisch, Französisch.
Das KomponistenQuartier Hamburg (KQ) vereint in Laufweite des Michels sechs kleine Museen zu Georg Philipp Telemann, Carl Philipp Emanuel Bach, Johann Adolf Hasse, Fanny und Felix Mendelssohn, Johannes Brahms und Gustav Mahler. In der historisch anmutenden Peterstraße, eine der schönsten Straßen der Hansestadt, kann man ihr Leben und Werk erkunden. Denn sie alle waren der Hansestadt verbunden – durch Familie, kreative Schaffensphasen und Begegnungen oder Stationen ihres Berufs.
2015 als Kooperation zwischen sechs Komponistengesellschaften gegründet, macht das KQ die reiche und lang tradierte Musikgeschichte der Stadt Hamburg zugänglich und trägt zur Fortschreibung dieser Geschichte bei. Musik – Geschichte – Hamburg: Drei Säulen, die Auftrag und Selbstverständnis des KQ umreißen.