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10. März bis 6. September 2026
In über vier Jahrzehnten durchreiste Johannes Brahms Europa als Komponist, Pianist und Dirigent zwischen Kopenhagen und Syrakus, Amsterdam und Prag, Kiel und Siebenbürgen mit der Postkutsche und der Eisenbahn. Alles für die Musik und alles nur möglich dank des technischen Fortschritts in Form des explodierenden europäischen Bahnnetzes im 19. Jahrhundert.
Mit umfangreichen Texten und Bildern wird dieses Komponisten-Reise-Leben an stilisierten Haltestellen nachgezeichnet - kurzweilig und voller überraschender Einblicke.
Georg Philipp Telemann war einer der angesehensten und kreativsten Musiker des 18. Jahrhunderts - ein äußerst kreativer Komponist mit überwältigender Schaffenskraft. Als er 1721 die Stelle des Musikdirektors der Stadt Hamburg antrat, war er bereits einer der berühmtesten Komponisten in Europa. Fast 46 Jahre lang prägte der vielseitige Künstler das Musikleben der Stadt. Das KQ stellt Telemann als Musiker und Komponist vor, aber auch als Notenstecher, Verleger und begeisterten Hobbygärtner.


Carl Philipp Emanuel Bach ist der berühmteste und musikgeschichtlich bedeutendste Sohn Johann Sebastian Bachs. Nach dem Tode seines Patenonkels Telemann trat er dessen Nachfolge als Kirchenmusikdirektor an und prägte mehr als zwanzig Jahre das Musikleben Hamburgs. Er komponierte Musik verschiedener Gattungen, die bis heute als Ausdruck von Emotionen mit einem persönlichen Charakter, starken Kontrasten, überraschenden Effekten und einer für die damalige Zeit modernen Tonsprache gilt. Das KQ lädt mit einem stilisierten Einblick in Bachs Wohnzimmer dazu ein, sich auf seine Idee der freien Klavierfantasie und den von ihm entwickelten "empfindsamen Stil" einzulassen.

"Ich möchte unsterblich werden wie Hasse" - so schrieb kein anderer als Wolfgang Amadeus Mozart in jungen Jahren. Johann Adolf Hasse gilt als einflussreichster deutscher Opernkomponist an der Schwelle zur frühen Klassik, gleichwohl auch äußerst versiert in Kirchen- und Kammermusik. Das KQ stellt Hasse in seiner kongenialen Künstlerehe mit der gefeierten Sängerin Faustina Bordoni vor, vollzieht die gemeinsamen Reisen nach und gibt anhand eines voll funktionsfähigen Opernmodells Einblicke in die Fulminanz der barocken Oper.

Die Geschwister Fanny Hensel und Felix Mendelssohn Bartholdy, Kinder einer jüdischen Familie, waren beide hochbegabte Musiker. Das KQ stellt die Lebenswege der Geschwister in einem gespiegelten Lebenslauf in seinen Abweichungen und Parallelen einander gegenüber: Beide waren hervorragende Musiker und kreative Komponisten. Fanny war jedoch auf ihre weibliche Rolle verwiesen, während Felix als Wunderkind gefeiert und früh in Leipzig Karriere machte.
Johannes Brahms’ Leben führt vom Hamburger »Gängeviertel« bis in die Musikmetropole Wien. Ein aufregender Weg durch das 19. Jahrhundert, der sich im unverkennbaren Stil und höchster kompositorischer Meisterschaft seines vielseitigen Werks zeigt.
Im KQ lassen sich - ganz in der Nähe des (inzwischen zerstörten) Geburtshauses Brahms - Stationen seines Lebens in vielfältigen Musikalien, Schriftstücken und Exponaten nachvollziehen. Als roter Faden ist dabei immer spürbar, dass die Verbindungen Brahms’ zu seiner Vaterstadt Hamburg auch in seiner Wiener Zeit nie abrissen.


Gustav Mahler war sechs Jahre in Hamburg engagiert und machte sich hier vor allem als Dirigent der Oper einen Namen, bevor er auch als Komponist Mahler zu einem international umjubelten Künstler avancierte. Er gilt als kompositorischer Wegbereiter der Moderne. In diesem genialen Künstler verbindet sich auf außergewöhnliche Weise ein produktiver mit einem kritischen Geist.
Das KQ zeigt den schier rastlosen Arbeitsalltag und den weiten intellektuellen Horizont des Künstlers. Dabei wird seine Begeisterung für technische Neuerungen ebenso sichtbar wie das verzweigte Beziehungsgeflecht Mahlers in der Stadt Hamburg - und weit darüber hinaus.
Ob Vortrag, Konzert, Workshop oder Führung: Die KQ-Museen sind regelmäßig auch Ort für Veranstaltungen, bei denen die Musik unserer Komponisten und ihrer Zeitgenossen, Aspekte ihrer Werke oder ihres Lebens im Mittelpunkt stehen.
Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag 10:00 - 17:00 Uhr
Eintritt
11 € / erm. 8 €
Kinder bis 6 Jahre frei, 7 bis 12 Jahre 2 €
Feiertage
Karfreitag, Heiligabend, Weihnachten, Silvester und Neujahr:
GESCHLOSSEN
Ostersonntag/ Ostermontag, 1. Mai, Himmelfahrt, Pfingstsonntag/ Pfingstmontag, 3. Oktober, 31. Oktober:
GEÖFFNET 10:00-17:00
Barrierefreiheit
Die Ausstellungsräume des KQ sind weitgehend barrierefrei zugänglich. Das historische Gebäude der Brahms-Ausstellung (Peterstraße 39) erfordert Trittsicherheit (Bodenschwellen, eine steile historische Treppe, kein Aufzug).
Führungen
Die Museen können ohne Führung erkundet werden. Gerne bieten wir Ihnen Gruppenführungen zu unterschiedlichen Themen an. Mögliche Sprachen: Deutsch, Englisch, Ukrainisch, Spanisch, Französisch.