Johannes Brahms

 

 

Johannes Brahms 

* 7.5.1833 Hamburg - † 3.4.1897 Wien 

 

Johannes Brahms’ Leben und Werk zeichnet einen aufregenden Weg durch das 19. Jahrhundert, der sich vom Hamburger »Gängeviertel« bis in die Musikmetropole Wien erstreckt. Der Komponist war ein empfindsamer und selbstkritischer Mensch, vielleicht reagierte er deshalb manchmal etwas brüsk, doch die Mitwelt ließ sich nicht abschrecken: Seine Musik und Person wurden gleichermaßen verehrt.

Johannes Brahms Johannes Brahms

Weltruhm bis zum heutigen Tage

Johannes Brahms wurde im Mai 1833 im Hamburger »Gängeviertel« geboren und in St. Michaelis getauft und konfirmiert. Bereits mit zehn Jahren trat Brahms erstmalig in Hamburg als Pianist vor geladenem Publikum auf und schon als Dreizehnjähriger begann der junge Musiker als Klavierspieler Geld zu verdienen. 

 

Auf Konzertreisen entstanden ab 1853 prägende Kontakte und Freundschaften zu wichtigen Musikern und Komponisten seiner Zeit. Insbesondere die Begegnungen mit Joseph Joachim und Clara und Robert Schumanns waren entscheidend für Brahms künstlerische Entwicklung. Aber erst die in der Wiener Zeit ab 1862 entstandenen Werke (Requiem, Ungarische Tänze, Symphonien) begründen Brahms unangefochtenen Ruhm in der Musikwelt.

1889 wurde der mittlerweile weltberühmte Komponist zum Hamburger Ehrenbürger ernannt.

Für Johannes Brahms war es ein weiter Weg von seiner wenig privilegierten Hamburger Herkunft bis zur Hamburger Ehrenbürgerschaft. Brahms’ beeindruckende Künstler-Freundschaften und sein vielseitiges kompositorischen Oeuvre faszinieren bis heute. In der Brahms-Ausstellung ermöglichen Musikalien, Schriftstücke, Konzertprogramme, Brahmsiana und Fotos eine Annäherung an den ebenso zurückhaltenden wie gefeierten Komponisten. Eine umfangreiche Präsenzbibliothek umrahmt das historische, exzellent restaurierte Tafelklavier, an dem Brahms 1861/62 der 12-jährigen Tochter einer Hamburger Kaufmannsfamilie Unterricht erteilte.

 

Das Brahms-Museum im KQ befindet sich in einem denkmalgeschützten Kontorhaus von 1751.

Johannes-Brahms-Gesellschaft Hamburg e.V.

Die Johannes-Brahms-Gesellschaft pflegt das Andenken an den Komponisten und fördert die nationale und internationale Brahms-Forschung.

 

Das Brahms-Museum in der Peterstraße besteht bereits seit den frühen 1970er Jahren. 2022 aufwändig restauriert und um einen Galerieraum für Wechselausstellungen erweitert, fügt es sich seit 2015 als lang tradierter Bestandteil in das KQ ein.

 

Johannes-Brahms-Gesellschaft Hamburg e.V.

"'Vivat, cresceat, floreat – nun möge es wachsen!' Dieser Wunsch, 1971 zur Eröffnung der Brahms-Gedenkstätte ausgesprochen, passt 2025 zum 10-jährigen Bestehen des KQ besser denn je.
Eine große Ehre für die Johannes-Brahms-Gesellschaft Hamburg war es damals, dem Ehrenbürger Dr. Johannes Brahms mit Hilfe des Mäzens Alfred Toepfer und politischer Unterstützung eine würdige Gedenkstätte einrichten zu können.
Auch wenn Brahms Hamburg den Rücken kehrte und Wien sein Lebensort wurde, seine Wurzeln waren hier und seine Sehnsucht nach Hamburg blieb konstant – hierher, wo er die entscheidenden Impulse bekommen und bereits Meisterwerke komponiert hatte.
Über 50 Jahre empfängt das Brahms-Museum Gäste aus aller Welt, nun haben wir mit einer Komponistin und fünf Komponisten wunderbare Musiknachbarn bekommen, gehören zusammen und gemeinsam klingt es noch schöner!"


Gudrun Jalass für die Johannes Brahms-Gesellschaft Hamburg zum KQ-Jubiläum 2025