• Hamburg aus der Vogelperspektive, um 1860

Besser könnte das KomponistenQuartier in der Hamburger Neustadt kaum gelegen sein:
Unweit der Hauptkirche St. Michaelis und der Laeiszhalle, fußläufig zur Hamburgischen Staatsoper am Gänsemarkt und zum Hamburg Museum mit seiner Ausstellung zum kulturellen Leben in Hamburg. Viele Spuren der Komponisten, die im Museums-Ensemble vertreten sein werden, lassen sich hier verfolgen.

St. Michaelis, „der Michel“, ist den Hamburgerinnen und Hamburgern nicht nur ihr vielleicht liebstes Wahrzeichen, an der Hauptkirche wirkten im 18. Jahrhundert auch Georg Philipp Telemann und Carl Philipp Emanuel Bach als städtische Musikdirektoren. Johannes Brahms wurde hier getauft und konfirmiert. Die Entstehung von Gustav Mahlers Zweiter Symphonie ist eng mit diesem Ort verbunden.

Die Laeiszhalle am Johannes-Brahmsplatz steht seit 1908 für das öffentliche Konzertleben, das sich in der Hansestadt schon früh entwickelte und immer wieder von großen Komponisten und Dirigenten beflügelt wurde.

An der berühmten „Oper am Gänsemarkt“ begann Johann Adolf Hasse 1718 als Sänger, bevor er als Komponist Weltkarriere machte. Einige Jahre später übernahm Georg Philipp Telemann die Leitung des Hauses. Gustav Mahler wirkte von 1891 bis 1897 am „Stadt-Theater“ als Erster Kapellmeister und dirigierte weit über 100 Vorstellungen pro Saison.

Ein paar Gehminuten entfernt lag einst das Geburtshaus von Fanny und Felix Mendelssohn, in dem beide einen Teil ihrer Kindheit verbracht haben und das im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde.