• Panorama Hamburgs im 17. Jahrhundert von Elias Galli

Hamburg bezeichnete der Komponist Georg Philipp Telemann einmal als einen Ort, „wo die Music gleichsam ihr Vaterland zu haben scheinet“. Der vielseitige Barockkomponist wirkte hier 46 Jahre als städtischer Musikdirektor.

Carl Philipp Emanuel Bach, der „Hamburger Bach“ und Patensohn Telemanns, wurde 1768 dessen Amtsnachfolger. Er wurde von seinen Zeitgenossen als „Originalgenie“ gefeiert und lebte bis zu seinem Tod 1788 in der Stadt.

Am Hamburger Opernhaus am Gänsemarkt begann auch der in Bergedorf geborene Komponist Johann Adolf Hasse seine glänzende internationale Karriere, die ihn u.a. nach Neapel, Dresden und Venedig führte.

Anfang des 19. Jahrhunderts erblickten die musikalisch hochbegabten Geschwister Fanny und Felix Mendelssohn in Hamburg das Licht der Welt. Der im Gängeviertel geborene Johannes Brahms trat hier erstmals als Pianist und Komponist in Erscheinung. Weltberühmt wurde Brahms außerhalb der Hansestadt, die ihn 1889 zum Ehrenbürger ernannte.

1891 kam Gustav Mahler als Erster Kapellmeister ans Hamburger Stadt-Theater. Er führte das Opern- und Konzertwesen zu einer neuen Blüte.

Von der großen Musiktradition der Barockzeit, zu der auch die großen Kantoren und Organisten der Hamburger Hauptkirchen wie Heinrich Scheidemann, Matthias Weckmann und Johann Adam Reincken zählten, bis hin zum vielfältigen wie lebendigen Musikleben des 20. Jahrhunderts und der Gegenwart ist Hamburg eine Musikmetropole ersten Ranges!