• Panorama Hamburgs im 17. Jahrhundert von Elias Galli

Besser könnte das KomponistenQuartier in der Hamburger Neustadt kaum gelegen sein:
Unweit der Hauptkirche St. Michaelis und der Laeiszhalle, fußläufig zur Hamburgischen Staatsoper am Gänsemarkt lassen sich hier viele Spuren der Komponisten, die im Museums-Ensemble vertreten sind, verfolgen.

Die Hauptkirche St. Michaelis, „der Michel“, ist den Hamburgerinnen und Hamburgern nicht nur ihr vielleicht liebstes Wahrzeichen, hier wirkten im 18. Jahrhundert auch Georg Philipp Telemann und Carl Philipp Emanuel Bach, der „Hamburger Bach“, als städtische Musikdirektoren. Der im Gängeviertel geborene Johannes Brahms wurde hier getauft und konfirmiert. Die Entstehung von Gustav Mahlers Zweiter Symphonie ist eng mit diesem Ort verbunden. An der berühmten „Oper am Gänsemarkt“ begann Johann Adolf Hasse 1718 als Sänger, bevor er als Komponist Weltkarriere machte. Einige Jahre später übernahm Georg Philipp Telemann die Leitung des Hauses. Gustav Mahler wirkte von 1891 bis 1897 am „Stadt-Theater“ als Erster Kapellmeister und dirigierte weit über 100 Vorstellungen pro Saison. Ein paar Gehminuten vom KomponistenQuartier entfernt lag einst das Geburtshaus von Fanny und Felix Mendelssohn, in dem beide einen Teil ihrer Kindheit verbrachten und das im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde.

Im KomponistenQuartier sind originale Libretti, Musikalien, Entwürfe von Bühnenbildern, Musikinstrumente, Konzertprogramme, Briefe und andere Schriftstücke Ausgangspunkt für vielfältige Entdeckungsreisen. So können Besucher auch die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Komponisten näher kennenlernen: Was kostete im 18. Jahrhundert ein Notendruck und wie wurde dieser hergestellt? Zu welchen Anlässen wurde welche Musik gespielt? Wie funktionierte damals ein Opernbetrieb und welches Publikum kam zu den Vorstellungen?

Durch ihre Musik lassen sich die Komponisten ganz unmittelbar kennenlernen. Hörbänke und Medienstationen in den Museen, aber auch Gesprächskonzerte im Lichtwarksaal eröffnen verschiedene Möglichkeiten, um sich auf eine spannende, musikalische und geschichtliche Auseinandersetzung einzulassen.