KOMPONISTINNEN

eine filmische und musikalische Spurensuche

von KYRA STECKEWEH & TIM VAN BEVEREN

D 2018 95 Minuten 5.1 Dolby Stereo FSK: ohne Altersbeschränkung

 

Freitag, der 30. November 2018 um 19 Uhr
Metropolis (Kleine Theaterstr. 10, 20354 Hamburg)
Filmvorführung in Anwesenheit von Prof. Dr. Beatrix Borchard
(Universität der Künste Berlin, Hochschule für Musik und Theater Hamburg),
und den Filmemachern Kyra Steckeweh & Tim van Beveren; im Anschluss: Filmgespräch

weitere Termine: 01.12., 02.12 und 04.12.2018

 

In Deutschland sind Männer und Frauen seit ca. 70 Jahren - auf dem Papier - gleichberechtigt. Aber in den Konzertprogrammen der sogenannten “ernsten Musik” spiegelt sich das nicht wieder. Obwohl es in Europa viele große Komponistinnen gegeben hat, kennt man bis heute überwiegend deren männliche Kollegen. Fakt ist: unter den 100 meistgespielten Komponisten findet sich keine einzige Frau.

Das fiel der Pianistin Kyra Steckeweh vor einigen Jahren schlagartig auf. Seither beschäftigt sie sich schwerpunktmäßig mit den Werken von Frauen. Gemeinsam mit dem mehrfach preisgekrönten Filmemacher Tim van Beveren entstand so der eindrucksvolle Dokumentarfilm “Komponistinnen”. Es handelt sich dabei um eine musikalische und filmische Entdeckungsreise quer durch Europa und zwei Jahrhunderte.

Im Mittelpunkt des Films stehen die Werke und die Biographien der Komponistinnen Mel Bonis (1858-1937), Lili Boulanger (1893-1918), Fanny Hensel (1805-1847) und Emilie Mayer (1812-1883). Ihre Spurensuche führt Kyra Steckeweh in Archive, Bibliotheken und zu den Nachfahren der Komponistinnen. Zu Wort kommen darüber hinaus Expert*innen, die sich bereits wissenschaftlich mit der Thematik beschäftigt haben. Dabei geht es aber auch um Fragen zur gegenwärtigen Situation: Wie wird heute mit dem musikalischen Erbe dieser zu ihrer Zeit teilweise sehr erfolgreichen Frauen umgegangen? Warum wird ihre Musik so selten aufgeführt?Am Klavier lässt Kyra Steckeweh die Musik der vier Frauen lebendig wer den so wie die erstmalig zu hörende Sonate d-Moll von Emilie Mayer. Nach dieser filmischen Reise hat man dann fast das Gefühl, die Komponistinnen persönlich zu kennen.

Der Film wurde im September 2018 auf dem 3. Alive Documentary Film Festival in Los Angeles USA als bester Dokumentarfilm einer Frau bzw. über Frauen ausgezeichnet.

 

Weitere Informationen erhalten Sie hier. Den Flyer zum Film gibt es als PDF.