Einführender Vortrag: Prof. Friedemann Hellwig, 18:30 Uhr, Konzert: 19:30 Uhr

Joachim Tielke (1641-1719), einer der herausragenden Instrumentenbauer seiner Zeit, führte über fünf Jahrzehnte lang in Hamburg erfolgreich seine Werkstatt. Unzählige wertvoll dekorierte Violinen, Lauten und Gamben wurden von der Elbe an die Königs- und Fürstenhäuser Europas exportiert. Heute sind die meisten erhaltenen Instrumente in Museumsvitrinen sicher verwahrt; das Ensemble der Hamburger Ratsmusik aber wird zwei originale Gamben spielen und so den äußerst selten zu hörenden originalen Klang dem Publikum präsentieren.

Hamburg, KomponistenQuartier, Lichtwarksaal Neanderstraße 22
Samstag, 19.01.2019
Einführender Vortrag: Prof. Friedemann Hellwig 18:30 Uhr, Konzert: 19:30 Uhr


Eintritt: 18.-/12.-

Karten an der Abendkasse, Vorverkauf an der Museumskasse Peterstrasse 29, Di-So 10-17 Uhr

Die Karte ist sowohl für den Vortrag, als auch für das Konzert gültig. Es sind noch genügend Karten an der Abendkasse vorrätig.


Beteiligte:
Hamburger Ratsmusik
Simone Eckert, Heidi Gröger, Violen da gamba (von J. Tielke, 1680+1685)
Ulrich Wedemeier, Theorbe
Anke Dennert, Cembalo


Programm
Hamburger und Lübecker Komponisten des 17. und 18. Jahrhunderts


Dieterich Buxtehude (1637- ca. 1707)
Sonate in D BuxWV 268 für Viola da gamba und Basso continuo

Peter Grecke (17. Jahrhundert)
Suite D-Dur, Fantasia Capricio - Allemande - Courante - Sarabande - Gigue
für 2 Violen da gamba

anonym (ca. 1650 -1670)
Suite (aus dem Goëss Manuskript), Prelude-Allemande-Courante-Sarabande-Gavotte-Gigue
für Theorbe solo

Gottfried Tielke (1668-1725)
per la Violadagambe, Aria - Double - Sarabande - Menuet - Allegro
für Viola da gamba und Basso continuo

Gabriel Schütz (1633-1710)
Sonata in a-Moll aus: Manuskript D 4, Durham
für 2 Violen da gamba und Basso continuo


Pause


Johann Theile (1646-1724)
Sonata à 3 aus „Musikalisches Kunstbuch“ 1691
für 2 Violen (da gamba) und Basso continuo

Georg Philipp Telemann (1681-1767)
Duetto A-Dur, Affettuoso - Allegro - Andante - Presto
für 2 Violen da gamba

Ouvertüre IV in e-Moll TWV 32:8
aus VI Ouvertüren nebst zween Folgesätzen vor
Ouverture; Moderato e Scherzando; Allegro - Piacevole -
Allegro
für Cembalo solo


Carl Friedrich Abel (1723-1787)
Duetto D-Dur, Allegro - Rondou: Tempo di Menuet
für 2 Violen da gamba (und Basso continuo)

 


Hamburger Ratsmusik

Simone Eckert: Viola da gamba (Originalinstrument J. Tielke, 1685)
Heidi Gröger: Viola da gamba (Originalinstrument J. Tielke, 1695)
Ulrich Wedemeier: Theorbe
Anke Dennert: Cembalo


Die Hamburger Ratsmusik: ein Ensemble mit 500-jähriger Geschichte.
Dieser Gegensatz reizt zum kreativen Dialog zwischen Tradition und Gegenwart, von Alter
Musik und lebendiger Interpretation. Und Hamburgs kühle Brise sorgt bis heute für allzeit
frischen musikalischen Wind.
Die Anfänge der Hamburger Ratsmusik reichen zurück bis ins 16. Jahrhundert. Nach dem
Grundsatz „Gott zu Ehren und Hamburg zur Lust, Ergötzlichkeit und Nutz“ leistete sich die
Stadt ein Eliteensemble von acht Ratsmusikern, das vielen fürstlichen Hofkapellen
Konkurrenz machen konnte. Seine erste Blüte erreichte das Ensemble im 17. und 18.
Jahrhundert unter führenden Musikern wie William Brade, Johann Schop, Georg Ph.
Telemann und C.P.E. Bach.
Wieder auferweckt 1991 von der Gambistin Simone Eckert konzertiert das Ensemble heute in
Deutschland und vielen Ländern Europas. 30 CDs mit zumeist Welt- Ersteinspielungen Alter
Musik und Aufnahmen für alle deutschen Rundfunksender und den ORF dokumentieren seine
Wiederentdeckungen von Musik aus Renaissance, Barock und Klassik. 2006 und 2010 wurde
das Ensemble mit dem dem Echo Klassik ausgezeichnet, 2016 mit dem RITTER-Preis der
Oscar und Vera Ritter-Stiftung Hamburg. 2017 und 18 folgen die Musiker Einladungen nach
Oxford/GB, Boston/USA und China.